23
Nov
09

Vom Sagen und Meinen

Beim Stöbern und Lesen in anderen Blogs zum Thema bin ich am Wochenende auf den sehr lesenswerten Artikel JA ist JA nicht NEIN von Mademoiselle Nocturne gestoßen, geschrieben in ihrem Blog Les petits Plaisirs.

Das Problem, welches Mademoiselle Nocturne in klarer und deutlischer Form auf den Punkt bringt, ist sicherlich sehr weit verbreitet. Während Männer im Allgemeinen aus ihrer Meinung – insbesondere zur Frage, ob sie mit der Frau, um die sie sich bereits den ganzen Abend bemühen, Sex wollen oder nicht (letzteres wohl eher selten) – keinen Hehl machen, haben Frauen hierzu oftmals ein sehr schwieriges Verhältnis. Inwieweit  Eroberung und Widerstand zum Kennenlernen dazugehören, mag jede Frau für sich selbst entscheiden. Doch irgendwann ist der Moment gekommen, an dem es gilt, die eigenen Absichten und Wünsche klar und deutlich zu definieren – und zwar nicht nur ein “Nein” offen und deutlich auszusprechen, sondern sich auch mit einem “Ja” klar zu seinen Wünschen und Begierden zu bekennen.

Und das gilt nicht nur für die kurzfristige Flirt-Bekanntschaft des Abends, das gilt für den gesamten Umgang mit dem anderen Geschlecht. Und ausgerechnet wenn es um Sex geht, ist das leider oft ein Problem.  Jahrzehnte einer verfehlten Erziehung der Töchter haben vielen Frauen ein Joch umgehängt, welches sie nur schwer abwerfen können. Selbst nach vielen Jahren einer Beziehung fällt es manchen Frauen immer noch schwer, die “bösen Geister” aus ihrem Kopf zu vertreiben, die ihnen erzählen wollen, was sie alles nicht dürfen – und sich eindeutig zu ihrer Lust, ihren Sehnsüchten, ihren Begierden zu bekennen. Männer, die dieses komplizierte Innenleben einer Frau nicht verstehen, werden oft einfach als unsensibel und grob abgestempelt (was sie allerdings leider auch oft genug sind). In diesem Fall sind sie jedoch das Opfer einer undurchsichtigen und nicht eindeutigen Kommunikation, bei der Frau ein Feuerwerk absolut gegenteiliger Signale aussendet.

Und genau hier setzt Mademoiselle Nocturne sich ein für eine verlässliche, verständliche und “wahrhaftige” Kommunikation. Die zentrale Aussage aus dem Artikel von Mademoiselle Nocturne, fast schon einem “Glaubensbekenntnis” gleichend, hat mir so gut gefallen, dass ich sie hier gern zititen möchte:

Wir sind keine Schlampen, weil wir Sex wollen.
Wir sind keine Schlampen, weil der Typ, den wir mit nauch Hause nehmen, diese Woche schon der dritte ist.
Wir sind keine Schlampen, weil wir gerne harten Sex haben.
Wir müssen uns unserer Lust nicht schämen.
Wir haben ein Recht darauf, unserer Lust Ausdruck zu verleihen.
Wir haben ein Recht auf richtig guten Sex. Und dazu gehört auch, dass wir dem Mann des Abends sagen, was wir wollen, was wir brauchen, was uns anmacht.
Es ist super, laut zu sein, wenn es unserem Temperament entspricht.
Es gibt keinen Grund, sich zu schämen, weil unser Körper Geräusche macht.
Wenn wir reiten, sieht der Typ unseren Bauch nicht, er achtet viel eher auf unsere schönen Brüste.
Von hinten wird er unserer Cellulitis an den Oberschenkeln keines Blickes würdigen. In dieser Stellung kommt unser Hintern besonders prächtig zur Geltung, ist gestrafft.
Es gibt also keinen Grund, das Licht auszuschalten.
Nein, es gibt wirklich nichts, wofür wir uns schämen müssten!

Ich will nicht weiter vorgreifen – der Artikel von Mademoiselle Nocturne ist ausgesprochen lesenswert – bitte einfach hier weiterlesen: JA ist JA nicht NEIN

20
Nov
09

Just for Fun: Guiness Rekord…

[jadesaft] Es gibt schon ausgefallenen Rekorde – in diesem Fall geht es um die meisten an- und ausgezogenen BH’s in einer Minute. Die englische SUN hat diesen Guiness Rekordversuch begleitet.

Nur 7 in einer Minute? Da müsste doch mehr drin sein – oder? Vielleicht eine schneller Weg zu Ruhm und Erfolg? Auf jeden Fall aber ein Rekordversuch, der zumindest die Herren der Schöpung begeistert, selbst wenn er nicht erfolgreich ist.

Probiert es doch einfach mal aus, begleitet von den begeisterten Blicken Eures Partners. Selbst, wenn es keinen Rekord gibt, werdet Ihr vermutlich nicht lange auf den Erfolg Eures Rekordversuches warten müssen… ;-)

08
Nov
09

Ein Filmtipp zu »Dominanz und Hingabe«

Vielen Dank an sehpferd vom Blog »Welt der Erotik« für den Artikel »HANDCUFFS – eine Film über die Sehnsucht nach Unterwerfung«. So sind wir auf einen zum Thema unserer letzten Artikel sehr passenden Film aufmerksam geworden.

Der im oben erwähnten Artikel vorgestellte Kurzfilm »HANDCUFFS« aus der in Barcelona beheimateten Filmschmiede LustCinema.com schafft es mit sehr interessant aufgenommenen Bildern eine kleine Geschichte um Dominaz und Hingabe zu erzählen. Der Film ist ungefähr sieben Minuten lang und lässt der Zuschauerin bzw. den Zuschauer in eine Geschichte eintauchen, bei der eine Frau ein Paar bei ihrem Spiel um Dominanz und Hingabe beobachtet – und letztlich von ihrer Neugier und Erregung eingefangen wird.

Mehr über den Film gibt es im Artikel im oben erwähnten Blog und natürlich auf der Homepage der Filmschmiede.

Ich kann mich dem Urteil von sehpferd nur anschließen – ein faszinierend gestalteter Film, der sich des Themas ausgesprochen spannend und sinnlich annimmt und insbesondere Zuschauerinnen, aber auch Zuschauer in die Geschichte hineinzuziehen weiß…

05
Nov
09

Spielzeug: »Sex in the shower«

[jadesaft] Unter dem Namen »Sex in the shower« bietet die californische Firma Sportsheets eine ganze Reihe überaus nützlicher Accessoires für den lustvollen Spaß in der Dusche an. Das Jadespiel unter prickelndem, warmen Wasser ist ja nicht erst seit der Erfindung der Dusche von ganz besonderem Reiz. Aber nur die wenigsten Duschen sind wirklich gut auf die Bedürfnisse eines sich lustvoll verwöhnenden Paares vorbereitet. Hier schafft Sportsheets mit seinen nützlichen Tools Abhilfe.

Haltegriffe für die Dusche

Zum Beispiel gibt es da den überaus praktischen Haltegriff zum “festsaugen”. Einfach an die Wand drücken, zuklappen – hält. Ausgesprochen praktisch, wenn man sich genau dort einen Haltegriff anbringen kann, wo man ihn am dringensten benötigt.

Fußstütze mit Saugmontage

Bleibt nur zu hoffen, dass die Fliesen wirklich fest an der Wand angepracht sind – sonst könnte ein heftiges Liebesspiel ausgesprochen “durchschlagenden” Erfolg haben.

Passend zum Handgriff gibt es auch eine Fußstütze, ebenso einfach per Saugvorrichtung an der richtigen Stelle montiert.

Besonders fester Haltegriff

 

Für noch mehr Halt sorgt der Handgriff, der mit zwei Saugvorrichtungen befestigt wird. Genau richtig, um sich während eines heftigen Orgasmus dort festzuhalten…

Handfesseln mit Saugmontage

 

 

 

 

 

Besonders passend zu unserem letzten Artikel (Dominanz und Hingabe) sind die weichen, gut funktionierenden Handfesseln zur Saugmontage – diese unterstützten auch unter der Dusche lustvolle Spiele um Dominanz und Hingabe.

In der Reihe »Sex in the shower« gibt es noch weitere nette Helfer, wie beispielsweise den Schwamm mit “eingebautem” Vibrator oder den Doppelduschkopf für einen doppelt warmen Schauer…

Allen Genießern prickelnd feucht-warmer Dusch-Lust, die – genau wie wir – nicht über eine perfekt dafür ausgestattete Dusche verfügen, sind diese nützlichen Accessoires nur wärmstens zu empfehlen. Zu Kaufen gibt es sie mittlerweile in diversen Shops auch hier in Deutschland. Einfach mal nach Sportsheets suchen.

Ich glaube, nach diesem Artikel brauche ich jetzt dringend eine warme Dusche… ;-)

04
Nov
09

Dominanz und Hingabe

[jadesaft] Der Artikel Schmerzhafte Lust hat viele Leserinnen und Leser angelockt und einige interessante Rückmeldungen gebracht. Das Thema ist offensichtlich von einigem Interesse – daran haben auch die vielen Jahre Emanzipation und alle moderne Aufklärung nichts verändert. Die Emanzipation hat aber glücklicherweise dazu geführt, dass Frauen sich heute viel offener und klarer äußern, wenn es um ihre sexuellen Vorlieben geht. Und erstaunlicherweise drehen sich diese zumeist nicht etwa um Romantik und Blümchensex. Und auch nicht um einfühlsame, kuschelige Männer oder zarte Verführungen. Aber auch nicht um die allseits bekannte Domina im hautengen Latexanzug – sie ist nämlich ist nicht etwa eine beliebte Frauenfantasie, sondern sie entspringt vielmehr den Fantasien von Männern. Frauen fühlen sich zumeist überhaupt nicht wohl in dieser Rolle.

Die Wissenschaftlerin Corinna Rückert (Wikipedia) hat die sexuellen Preferenzen von Frauen untersucht und herausgefunden, dass 81 Prozent der Frauen von Fantasien berichteten, in denen sie dominiert werden. 66 Prozent gaben an, sich in ihrer Fantasie freiwillig zu unterwerfen. Es ist auffällig, das zumeist Frauen von Unterwerfung träumen. Dieses Ungleichgewicht auf Seiten der Frauen findet sich auch in Rollenspielen im Internet, in Chaträumen und überall, wo sich sexuelle Fantasien “ausleben” lassen.

Ina Küper fragte für ihr Buch “bester Sex” (Lesetipp: gibts zum Beispiel bei Amazon) 33 Frauen nach ihrem besten Sexabenteuer – auffällig auch hier, dass nicht etwa Romantik, wehende Gardinen, Kerzen und Kuschelsex angesagt waren, sondern überwiegend Dominanz und sogar handfeste, schmerzhafte Lust die Beschreibungen anführten.

Die Paar- und Sexualtherapeuten Doris Christinger und Peter A. Schröter sprechen in ihrem Bestseller “Vom Nehmen und Genommenwerden” (Lesetipp: gibts auch bei Amazon) von dem meist verschütteten Wunsch vieler Frauen, “genommen zu werden” und sich “hinzugeben”. Das Problem sei, so schreiben die beiden schweizer Autoren, dass die Emanzipation das Prinzip der weiblichen und männlichen Polarität ausser Kraft gesetzt habe. Dabei ginge es aber keineswegs darum, die leider immer noch nicht vollständige Gleichstellung der Geschlechter im Arbeitsleben wie auch im sozialen und politischen Bereich wieder abzuschaffen. Mit der zunehmenden Emanzipation der Frau hätten sich jedoch die Grenzen zwischen den Geschlechtern verwischt. Die Folgen für Sexualität, Lust und Leidenschaft seien verheerend, sagt Doris Christinger. Und Peter A. Schröter ergänzt, dass das Bedürfnis nach sexueller Hingabe bei einer Mehrheit der Frauen vorhanden sei. Wenn sie den Mut hätten, in sich hineinzuhorchen, was sie wirklich wollten, lautete der häufigste Satz: “Ich will genommen werden”. Die beiden Paartherapeuten gehen davon aus, dass etwa 80 Prozent der Frauen in ihrem Kern darin übereinstimmten.

Und wie ist es mit den Männern? “Im Kern halten die meisten Männer nichts von Kuschelsex. Sie wollen nehmen und, wenn sie den Mut haben, auch mitreissen, überwältigen und besitzen”, so die Paartherapeuten. Die Gleichstellung der Geschlechter habe die weiblichen und männlichen archetypischen Qualitäten nicht eliminieren können. Diese Hingabe bzw. Dominanz müsse aber Hand in Hand gehen mit der Liebe, sonst ende ein Überwältigen in der Gewalt. Darum mahnen die Experten: “Die Freude an der Unterwerfung könnte zu einer negativen Verbindung von Aggression und Lust ausarten, bei der die Machtausübung an oberster Stelle steht”.

Im amerikanischen Journal of Sex Research wurden die Ergebnisse einer Studie vorgestellt, bei der über zwei Drittel der befragten Frauen angaben, Vergewaltigungsfantasien zu haben. Evolutionsbiologe Karl Grammer meint hierzu: “Sexualität und Gewalt waren sich immer sehr nah. Männer und Frauen verfügen in diesen Bereichen über vergleichbare Gehirnstrukturen und schütten ähnliche endokrinologische Substrate aus”.
Er hat auch eine spannende Erklärung, warum sich das Urverhalten der Menschen im Laufe der Zeit verändert habe: “Die kulturelle Entkopplung von Sexualität und Gewalt fand statt, weil Männer und Frauen im Verlauf von Millionen von Jahren lernen mussten, sich kooperativ zu verhalten. Die Sexualität wurde zum belohnenden Element, nachdem beide Geschlechter begriffen hatten, dass partnerschaftliche Bindung die Chancen auf Erfolg bei der Aufzucht der Nachkommenschaft vergrössert. Der weibliche Wunsch nach Hingabe, das männliche Bedürfnis nach Dominanz haben aber nie aufgehört zu existieren. Diese Präferenzen passten jedoch in den vergangenen Jahrzehnten einfach nicht in die gängige Ideologie.”

Und heute? Heute haben sich die Zeiten geändert. Heute dürfen emanzipierte, aufgeklärte Frauen auch sagen, dass sie davon träumen, beim Sex genommen zu werden, oder auch hart angefasst. Und sogar Männer dürfen (manchmal) wieder sagen, dass sie Frauen gerne nehmen, dass sie Spaß daran haben, zu dominieren.

Übrigens bedeutet das Spiel von Dominanz und Hingabe nicht etwa, das Frauen deswegen zurückfallen in die passive Rolle, die noch von unseren Großmüttern erwartet wurde. Das ganze ist ein aufgeklärtes und vor allem gleichberechtigtes Spiel der Lust. Auch ein “Genommen werden” kann schnell damit enden, dass sie auf ihm sitzt, seine Hände festhält und sich ganz aktiv nimmt  sich “nehmen” zu lassen.

Worum es hier geht, ist ein jahrtausende altes Lustgefühl aus Dominanz und Unterwerfung, welches irgendwo tief in uns schlummert. Dieses Gefühl wahrzunehmen, es anzunehmen und in das sexuelle Spiel mit einzubeziehen bringt beiden Partnern möglicherweise eine Menge zusätzlichen, ausgesprochen lustvollen Spaß.

Hier steht jedoch mit voller Absicht “möglicherweise” – denn ob das im Einzelfall wirklich so ist, das müssen beide Partner erst einmal herausfinden. Darum ist große Vorsicht beim Ausloten dieser Facette des lustvollen Miteinanders angesagt. Immerhin gehen sogar Doris Christinger und Peter A. Schröter davon aus, das rund 20 Prozent der Frauen nicht mit dieser Position übereinstimmen.

Das bedeutet, beide Partner sollten sich ganz langsam, vorsichtig, fürsorglich, aufmerksam und liebevoll diesem Thema nähern. Vielleicht erstmal damit beginnen, bei einem schönen Spaziergang oder bei einer Tasse Kaffee über Fantasien zu sprechen. Vorsichtig heraushören, ob die Fantasien des Partners mit dem Spiel um Hingabe und Dominanz übereinstimmen. Wenn beide Partner hier eine gemeinsame Basis entdecken, ist der erste Schritt in eine neue, lustvolle Welt getan, die mit einigen Überraschungen aufwarten wird!

Niemals jedoch sollte ein Partner etwas erzwingen wollen. Es ist eben keinesfalls so, dass jede Frau dominiert oder gar geschlagen werden mag. Und selbst, wenn Frau es mag, heißt das noch lange nicht, dass sie es immer mag. Und auch nicht jeder Mann mag dominieren oder gar handgreiflich werden.

Ob die hier genannten Zahlen und Statistiken nun im Einzefall richtig sind oder nicht, ist schwer zu überprüfen. Aus ganz eigener Erfahrung (im oben schon erwähnten Artikel “schmerzhafte Lust” nachzulesen) kann ich jedoch berichten, dass für manche in diesem Spiel aus Dominanz und Hingabe unglaublich lustvolle Erfahrungen verborgen sind.

Die größte Herausforderung einer jeden Beziehung ist – und bleibt es ein Leben lang – immer wieder eine gemeinsame Basis zu finden – auch und ganz besonders für das gemeinsame Jadespiel. Ob Dominanz und Hingabe eine Facette dieser gemeinsamen Basis sind, muss jedes Paar für sich selbst herausfinden.




Dieses Blog ist für Erwachsene

Thema dieses Blogs sind Erotik und Sex. Daher richten sich die Texte an Erwachsene aller Alterstufen. Jugendliche werden gebeten, entweder ihre Eltern zu holen um mit ihnen über dieses Blog zu diskutieren, oder an dieser Stelle jadesaft zu verlassen und lieber altersgerechte Blogs zu lesen.

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